Egon Schiele Museum

Egon Schiele. Frühe Gemälde

Die aktuelle Ausstellung steht im Zeichen der frühen Gemälde Egon Schieles. Die Werke entstehen zwar unmittelbar nach Studienbeginn des Teenagers an der Wiener Akademie, doch ihre Bildinhalte weisen eindeutig nach Klosterneuburg. Stadt- und Naturlandschaften sind das vorherrschende Thema der frühen Ölbilder, die zumeist nach Skizzen vor der Natur entstehen. „Jede freie Stunde war er draußen auf den Wiesen am Bachbett oder in den Wäldern und bezeichnete mit Farbstiften Blatt für Blatt seines Zeichenblocks.“, berichtet ein Freund der Familie.

Den ersten Ausstellungserfolg feiert Schiele denn auch mit seinen frühen Ölbildern. Der 17-Jährige stellt 1908 gemeinsam mit den erfolgreichsten Künstlern Klosterneuburgs aus. Im Rahmen von „Junge Kunst im Stift“ werden zehn Gemälde Schieles präsentiert.

Nun entstehen die ersten wichtigen Werke des Künstlers. Schiele bricht nach und nach mit dem Naturalismus seiner Zeitgenossen, beginnt das Schaffen seines Vorbildes Gustav Klimt zu reflektieren und entwickelt eine Bildauffassung, die sein Werk der nächsten Jahre prägen wird.

Mit 16 Ölbildern aus den Jahren 1907 und 1908 zeigt das Egon Schiele Museum eine numerisch kleine, gemessen am schmalen Œuvre seiner frühen Schaffensperiode aber sehr aussagekräftige Ausstellung. Ermöglicht wird dies durch die Präsentation des kompletten  Bestands früher Ölbilder der Landessammlungen Niederösterreich, ergänzt durch Werke der Städtischen Sammlung Tulln und aus Privatbesitz.

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Noch mehr Schiele:

Egon-Schiele-Geburtshaus am Bahnhof
Ab 16. Juni 2013 wurde die Tullner Bahnhofswohnung den BesucherInnen zugänglich gemacht. Damit besteht die einzigartige Möglichkeit, den authentischen Ort zu begehen, der die ersten 10 Jahre im Leben Schieles beschreibt.
In einer zeitgemäßen Präsentation des Gestaltungsteams Toikoi wird die Familiengeschichte der „Schieles“ unter Einsatz zahlreicher Medien beleuchtet und die behütete Kindheit des Künstlers ebenso wie die Tragik des sozialen Abstiegs nachgezeichnet, die den an Syphilis erkrankten Vater im September 1904 dazu zwingt, die Dienstwohnung des Bahnhofsvorstands zu räumen.

Information auf erleben.tulln.at >>
Bahnhofstraße 69, 3430 Tulln >>
Öffnungszeiten: täglich 9–20 Uhr
Eintrittspreis: € 2,00 (Münzeinwurf)

Egon Schiele Weg

An 13 Stationen in der ganzen Stadt entdeckt der Besucher Schritt für Schritt vielfältige Aspekte aus Schieles Kindheit in Tulln.

Anmeldung und Information:
T: +43 2272 690-135
andreas.pimperl@tulln.gv.at
www.tulln.at/erleben >>

Schiele Garten auf dem Gelände der Garten Tulln

Inmitten des blühenden Schiele Gartens ist ein weiteres Schiele-Highlight zu entdecken: Unter dem Thema „Lebensbrüche“ findet man hier Informationen zu den Ursachen für Schieles unangepasstes Leben.
Information:
www.diegartentulln.at >>
April bis Oktober
täglich 9 –18 Uhr

Egon Schiele Plakat zur 49 Secessions-Ausstellung in Wien, 1918 © Landessammlungen Niederösterreich

Egon Schiele. Fast ein ganzes Leben / Almost a Lifetime / deutsch, englisch / Hg. Christian Bauer / Beiträge von Christian Bauer, Alessandra Comini, Nicole Fritz, Wolfgang Krug, Sandra Tretter, Günter Wagensommerer Hirmer Verlag, München, ca. 306 Seiten, 200 Abbildungen in Farbe, 34,- EUR / ISBN: 978-3-7774-2407-1 / im Museumsshop erhältlich

Außenansicht Egon Schiele Museum, 2011 © Helmut Lackinger

© Stadtgemeinde Tulln / Geburtshaus Egon Schiele